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Ohnmacht

Seit einigen Monaten wird der „Oettinger-Park“ unterhalb des Parkhauses so richtig aufgewertet. Wessen geniale Idee es auch immer gewesen sein mag, die dafür investierte Kohle wurde mal wieder – wie so oft in sTIERMASENs - richtig in den Sand, Verzeihung, in den Beton gesetzt. Aus diesem Material entstand der dortige Bolzplatz für Kinder. Riesig. Denn die Verletzungsgefahr wird durch solch einen Untergrund natürlich auf ein absolutes Minimum reduziert.

 

Aber das Rezept, durch die kleinen Straßenkicker aus gutem Hause, die schlechte Gesellschaft der Straßentrinker zu vertreiben, schlug fehl. Unsere Freunde der dortigen „Oettinger-Fraktion“ lassen weiter glückselig den Gerstensaft durch ihre Kehle laufen. Selbst für ihre Kinder ist der knallharte Kicker-Boden des anliegenden Bolzplatzes zu schade. Auf dem Plätzchen frönen schon seit langem nur noch ganz wenige Jugendliche der Deutschen beliebtesten Sportart. Es scheint eher so, dass aufgrund der auf dem harten Geläuf gesichteten Glasscherben, quasi die zweite „Öttinger-Generation“ nachrückt.

 

Hoffentlich sind die dort herumlungernden Kinder auch stark genug, den Avancen der in der Nähe der ehemaligen Parkhaus-Toiletten befindlichen gleichgeschlechtlichen Männerszene zu widerstehen.

 

Allein schon bei dem Gedanken an solch einem Ort einen Kinderbolzplatz zu installieren, treibt den Schreiber in eine tiefe Ohnmacht.

10.9.06 18:16


Wut

Mittwoch, Messplatz, 18:30 Uhr, Jahrmarkt.

Die Kids von Misses Pirm ziehen uns zielgenau in Richtung Boxautos. Flugs sitzen die beiden lieben in den bunten Elektroflitzern. Der Chip fliegt in den dafür vorgesehen Schlitz. Und die Wägelchen tanzen im Takt der Subwoofer über die blank polierte Stahlfläche.

Autsch ruft Misses Pirm. Aber nicht weil sie ihre beiden Jungs beim ultimativen Crash beobachtet hatte, sondern weil sie von einem gelben Kügelchen getroffen wurde. Der Kennerblick von Mister Pirm hat schnell den Verursacher im Visier. Ein noch grün hinter den Ohren zu scheinender 15-jähriger steht völlig gelassen mit seiner schwarzen Pump-Gun auf der Umrandung des Fahrgeschäftes. Rambo lässt grüßen! Glücklicherweise handelt es sich nur um eine Softair-Waffe. Noch? Schnell stellt Mister Pirm weitere männliche und weibliche Fast-Teenager fest, die stolz ihre echten Schusswaffen gleichenden Druckpistolen, in der Hand halten. Zieh oder stirb!

Mahnende Worten und das entleeren der Magazine von den gelben Kügelchen hält Mister Mister Pirm für die richtige Belehrung. Leider als einziger der vielen Erwachsenen Jahrmarkstbesucher.

Beim Abgang von diesem Jugendtreff der nächste Schreck. An der langen Seite des Vergnügungsvierecks stehen aufgereiht wie an der Verkaufstrecke im Getränkemarkt Bierflaschen, Weinflaschen, Sektflaschen und andere Mixgetränke im grellsten Farbmix.

 

Dahinter sitzen und stehen deren Eigentümerinnen und Eigentümer. Ihre Augen verraten, dass es wohl ein absolut geiler Jahrmarktstag für sie war.

 

Für uns nicht. Adieu lieb gewonnener Jahrmarkt!

7.9.06 21:29


Trauer

Pirmasens, Fußgängerzone und Schlossplatz, Donnerstagabend 20 Uhr.

Das Einkaufsvolk (und unsere Stadträtinnen und Stadträte) hat sich längst auf den Weg vor den heimischen Fernseher gemacht, lümmelt vor der Couch oder freut sich auf ein gutes Gläschen Wein oder frisches Bierchen im Brauhaus, auf dem Beckenhof oder Seitze Gaade.

Am Schlossplatz jedoch herrscht zumindest in einer Sitzschnecke noch ein munteres kleines Familienfest und das sogar ohne Fernsehn.

Ein zwei Kasten Bier der Marke des nach dieser Sorte benannten Parkes in unmittelbäre Nähe des Parkhauses in der Schäferstraße, ein zwei Hunde schmusen mit ihren Herrchen. Ein wohl sieben oder achtjährigen Kind springt vergnügt umher. Und das Kleine im Kinderwagen ist mittlerweile in dieser vertrauten Runde eingeschlafen.

Diese Szenerie stimmt mich traurig aus zweierlei Gründen. Denn bei der Familie handelt es sich um die seit dem späten Nachmittag bettelten Punker, die - mittlerweile stark alkoholisiert - den Schlossplatz fest im Griff halten.

Ein Baby, ein sieben bis achtjähriges Kind und jede Menge Alkohol. Öffentlich ohne dass sich das Ordnungsamt und Jugendamt darum schert.

Inklsuive unserer gewählten Volksvertretern die das Areal unter dem Brunnen nur geschlossen dann aufsuchen, wenn wieder um Wählerstimmen gebuhlt wird.

Traurig bin ich auch darüber, dass bei dieser Randgruppe das stimmt, was unserer bürgerlichen Gesellschaft gerade im Bereich der Zivilcourage, der Gemeinsamkeit und des öfffentlichen Mitredens abhanden gekommen ist:

Die Gemeinsamkeit, das geschlossene Auftreten und das Zeigen von Courage, wenn auch in einer äußerst abzulehnenden Richtung.

7.9.06 20:47


Viva WAWI!

Es geht doch! Die Firma WAWI hat es gezeigt! Mit Speck fängt man Mäuse. Und wenn die Mäuse hier als Geld übersetzt werden, ist es genau das, was Pirmasens benötigt: Konsumenten von ausserhalb, die in Pirmasens ihr Geld lassen!

So wie die unzähligen Liebhaber süsser Genüsse, die auf dem Sommerwald in Puffreis, Osterhasen oder Weihnachtsmänner investieren.

60 000 Besucher registrierte die gläserene Schokoladenfabrik auf dem Sommerwald, 650 Busse fuhren die Schuh- und mittlerweile auch Schokoladenstadt im letzten Jahr an. 1000 Busse sollen es im kommenden Jahr werden. Damit dieses Ziel erreicht wird setzt WAWI unter anderem auf eine ab Herbst startende Trüffelproduktion.

Vielleicht sollten die Damen und Herren des Stadtmarketing mal in die WAWISCHE Schule gehen, um sich dort bei leckeren Köstlichkeiten erzählen lassen, mit welchen Mitteln eine Stadt attraktive Reize setzen kann, um zum Besuchermagnet zu werden.

Mit bunt bemalten Stieren ganz bestimmt nicht!

29.8.06 15:52


Heb ab mit German Wings

Na also endlich ist der Durchbruch gelungen und die Low-Coast Airline German Wings hebt nun vom Flughafen in Zweibrücken ab. Wenn bislang auch nur mit Berlin eine Destination bedient wird, finde ich es einfach Klasse.

Klasse finde ich es auch, dass seitens der Verantwortlichen des Outlets in Zweibrücken und der Flughafen-betreibergesellschaft weitere Bemühungen unternommen werden, neben German Wings auch andere Billigfluglinien nach Zweibrücken zu lotsen.

Was mir bisher fehlt sind klare Worte des Pirmasenser Oberbürgermeisters zum Thema Flughafen Zweibrücken.

Wo bleibt die Aussage, dass Pirmasens sowohl das Outlet als auch die Betreibergesellschaft unterstützt?

Wo sind Ideen verbrieft, wie sich die Stadt den Gästen aus Berlin präsentieren will? Wo ist der runde Tisch zwischen Stadt und Landkreis der Projekte präsentiert damit sich unsere Region am Zweibrücker Flughafen positiv darstellt.

Lieber Herr Oberbürgermeister wann heben Sie in Sachen Flughafen Zweibrücken endlich ab???

29.8.06 15:35


Wo laufen die High-Heels Miezen im nächsten Jahr?

 Heute wollen wir uns mal wieder mit den Fähigkeiten unseres Stadtmarketings beschäftigen. Nun gut, auf die Idee zu kommen, einen Wettbewerb zu initiieren, bei dem mehr oder wenige hübsche Mädchen in Stöckelschuhen 100 Meter sprinten, ist jetzt nicht unbedingt ein muss. Aber aufgrund des Erfolges dieses in Berlin erstmals veranstalteten Rennens, die Idee in die Schuhstadt zu transportieren, könnte man schon kommen. Aber wo sollen wir 10.000 Euro Siegprämie herbekommen, höre ich die Marketinggrantler schon wieder blärren! Na ja, 2000 oder 3000 Euro reichen doch schon, um diesen Event in der Schuhstadt zu etablieren. Peter Kaiser könnte als Sponsor auftreten, vielleicht noch Kennel & Schmenger und die Wasgau AG oder Parkbrauerei werden sich bestimmt nicht lumpen lassen. Neben dem Stöckelschuhrennen könnte auch noch für das starke Geschlecht ein Lauf in Badelatschen organisiert werden. Der Phantasie sind, in Bezug auf die Schuhbekleidung und Teilnehmerfeld – vielleicht sollten wir unsere MDBinnen Anita Schäfer und Lydia Westrich in High-Heels gegeneinander springen lassen – keine Grenzen gesetzt.

Die letzte Frage die es zu beantworten gilt lautet: Wo gibt es bei den vielen Baustellen in Pirmasens den besten Straßenbelag um diese Rennen durchzuführen? Vielleicht ist ja bis dahin die Schlossstraße endlich wieder plan asphaltiert.

P.S. Ich allerdings wette, dass es dieses Rennen in Pirmasens nicht geben wird. Dafür aber werden im kommenden Jahr beim traditionellen Hauensteiner Schuhmachermarkt die „Miezen“ über das Pflaster des – ohne Marketingverein – wesentlich pfiffigeren südpfälzischen Schuhdorfes flitzen.

28.8.06 11:30


Wir bleiben lieber unter uns!

Na da waren sie also wieder, die gemütlichen Saarländer. Unsere östlichen Nachbarn nutzten den freien Tag zum Einkaufsbummel in der befreundeten Pfalz, wie zum Beispiel in Zweibrücken. Ein Krämer- und Flohmarkt in der Innenstadt zog die Feiertagsbesucher so richtig in ihren Bann. In der Fußgängerzone der Herzogsstadt herrschte so dichtes Gedränge wie beim Stadtfest.

Und in Pirmasens? Nun weil ja schon bei unseren identitätslosen Stadtfesten die Besucherzahlen rückläufig sind, war auch in der Einkaufsstadt Pirmasens nur selten typisch saarländisches Geplapper hörbar. Zudem wurde ja auch nichts geboten. Schade! Die „Kohle“ der Saarländer blieb in den Zweibrücker Kassen hängen. Der Marketingverein nutzte die Chance nicht, das saarländische Einkaufsvölkchen nach Pirmasens zu ziehen, damit auch die Pirmasenser Geschäfte ein Stückchen von dem Feiertagsgeschäfts-Kuchen abkriegen. Oder hatte das Stadtmarketing gerade keine Zeit, weil es sich noch mit den Festivitäten für die Aufstellung der Stiere beschäftigt? Aber da haben die Saarländer bestimmt keinen Feiertag…

28.8.06 11:09


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