Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 


http://myblog.de/stiermasens

Gratis bloggen bei
myblog.de





Trauer

Pirmasens, Fußgängerzone und Schlossplatz, Donnerstagabend 20 Uhr.

Das Einkaufsvolk (und unsere Stadträtinnen und Stadträte) hat sich längst auf den Weg vor den heimischen Fernseher gemacht, lümmelt vor der Couch oder freut sich auf ein gutes Gläschen Wein oder frisches Bierchen im Brauhaus, auf dem Beckenhof oder Seitze Gaade.

Am Schlossplatz jedoch herrscht zumindest in einer Sitzschnecke noch ein munteres kleines Familienfest und das sogar ohne Fernsehn.

Ein zwei Kasten Bier der Marke des nach dieser Sorte benannten Parkes in unmittelbäre Nähe des Parkhauses in der Schäferstraße, ein zwei Hunde schmusen mit ihren Herrchen. Ein wohl sieben oder achtjährigen Kind springt vergnügt umher. Und das Kleine im Kinderwagen ist mittlerweile in dieser vertrauten Runde eingeschlafen.

Diese Szenerie stimmt mich traurig aus zweierlei Gründen. Denn bei der Familie handelt es sich um die seit dem späten Nachmittag bettelten Punker, die - mittlerweile stark alkoholisiert - den Schlossplatz fest im Griff halten.

Ein Baby, ein sieben bis achtjähriges Kind und jede Menge Alkohol. Öffentlich ohne dass sich das Ordnungsamt und Jugendamt darum schert.

Inklsuive unserer gewählten Volksvertretern die das Areal unter dem Brunnen nur geschlossen dann aufsuchen, wenn wieder um Wählerstimmen gebuhlt wird.

Traurig bin ich auch darüber, dass bei dieser Randgruppe das stimmt, was unserer bürgerlichen Gesellschaft gerade im Bereich der Zivilcourage, der Gemeinsamkeit und des öfffentlichen Mitredens abhanden gekommen ist:

Die Gemeinsamkeit, das geschlossene Auftreten und das Zeigen von Courage, wenn auch in einer äußerst abzulehnenden Richtung.

7.9.06 20:47


Wut

Mittwoch, Messplatz, 18:30 Uhr, Jahrmarkt.

Die Kids von Misses Pirm ziehen uns zielgenau in Richtung Boxautos. Flugs sitzen die beiden lieben in den bunten Elektroflitzern. Der Chip fliegt in den dafür vorgesehen Schlitz. Und die Wägelchen tanzen im Takt der Subwoofer über die blank polierte Stahlfläche.

Autsch ruft Misses Pirm. Aber nicht weil sie ihre beiden Jungs beim ultimativen Crash beobachtet hatte, sondern weil sie von einem gelben Kügelchen getroffen wurde. Der Kennerblick von Mister Pirm hat schnell den Verursacher im Visier. Ein noch grün hinter den Ohren zu scheinender 15-jähriger steht völlig gelassen mit seiner schwarzen Pump-Gun auf der Umrandung des Fahrgeschäftes. Rambo lässt grüßen! Glücklicherweise handelt es sich nur um eine Softair-Waffe. Noch? Schnell stellt Mister Pirm weitere männliche und weibliche Fast-Teenager fest, die stolz ihre echten Schusswaffen gleichenden Druckpistolen, in der Hand halten. Zieh oder stirb!

Mahnende Worten und das entleeren der Magazine von den gelben Kügelchen hält Mister Mister Pirm für die richtige Belehrung. Leider als einziger der vielen Erwachsenen Jahrmarkstbesucher.

Beim Abgang von diesem Jugendtreff der nächste Schreck. An der langen Seite des Vergnügungsvierecks stehen aufgereiht wie an der Verkaufstrecke im Getränkemarkt Bierflaschen, Weinflaschen, Sektflaschen und andere Mixgetränke im grellsten Farbmix.

 

Dahinter sitzen und stehen deren Eigentümerinnen und Eigentümer. Ihre Augen verraten, dass es wohl ein absolut geiler Jahrmarktstag für sie war.

 

Für uns nicht. Adieu lieb gewonnener Jahrmarkt!

7.9.06 21:29


Ohnmacht

Seit einigen Monaten wird der „Oettinger-Park“ unterhalb des Parkhauses so richtig aufgewertet. Wessen geniale Idee es auch immer gewesen sein mag, die dafür investierte Kohle wurde mal wieder – wie so oft in sTIERMASENs - richtig in den Sand, Verzeihung, in den Beton gesetzt. Aus diesem Material entstand der dortige Bolzplatz für Kinder. Riesig. Denn die Verletzungsgefahr wird durch solch einen Untergrund natürlich auf ein absolutes Minimum reduziert.

 

Aber das Rezept, durch die kleinen Straßenkicker aus gutem Hause, die schlechte Gesellschaft der Straßentrinker zu vertreiben, schlug fehl. Unsere Freunde der dortigen „Oettinger-Fraktion“ lassen weiter glückselig den Gerstensaft durch ihre Kehle laufen. Selbst für ihre Kinder ist der knallharte Kicker-Boden des anliegenden Bolzplatzes zu schade. Auf dem Plätzchen frönen schon seit langem nur noch ganz wenige Jugendliche der Deutschen beliebtesten Sportart. Es scheint eher so, dass aufgrund der auf dem harten Geläuf gesichteten Glasscherben, quasi die zweite „Öttinger-Generation“ nachrückt.

 

Hoffentlich sind die dort herumlungernden Kinder auch stark genug, den Avancen der in der Nähe der ehemaligen Parkhaus-Toiletten befindlichen gleichgeschlechtlichen Männerszene zu widerstehen.

 

Allein schon bei dem Gedanken an solch einem Ort einen Kinderbolzplatz zu installieren, treibt den Schreiber in eine tiefe Ohnmacht.

10.9.06 18:16


Neues aus sTIERMASENs

Ach was sind sie doch schön, die Kneipengespräche, über diese und jene Themen. Natürlich auch über die neuen Wappentiere aus Plastik. Eben jene Kunstofffiguren, die wie in Berlin - der Bär - bereits abgebaut sind und in München - der Löwe - derzeit abgebaut werden. Dabei waren die Löwen in der Landeshauptstadt des bayrischen Königreiches, so habe ich mir sagen lassen, bei weitem günstiger zu erwerben, als hier bei uns in sTIERMASENs. Wurde da vielleicht jemand über das (Stier)Fell gezogen.

Ach ja und auch der Preis für einen Fisch, der bereits seit drei Jahren bei der identitätslosen Veranstaltung mit Namen Schlabbeflickerfest den Stand eines Vereines schmückt, in unserem vom Landesvater so geliebten Kaiserslautern ebenfalls zum langjährigen Inventar gehört, kostete nur 500 Euro!

 Aber das wollte ich ja eigentlich gar nicht erzählen. Vielmehr hat mir meine nette Gesprächspartnerin eine Sichtweise in punkto sTIERMASENSs näher gebracht, die mir bis eben noch gar nicht bewusst war.

Meine Frage lautet:

Wann werden auf den braunen Schildern - wurden die etwa von den im Stadtrat sitzenden unsäglichen Reps gesponsert? - an den sTIERMASENSERISCHEn Orsteingängen, die für unsere Einkaufstadt werben, endlich die Pemps durch Stiere ersetzt?

Dies müsste schon allein des coperate identity wegen geändert werden. Denn ins deutsche übesetzt hat das "ci" folgenden Sinn:

Ein einheitliches Erscheinungsbild zeugt von Professionalität.

Darauf wollten wir Marketing-Amateure nur noch mal hinweisen. Auf gehts!

 

16.9.06 01:36


Lack ab!

Kaum steht er, schon ist der Lack ab, an einem der ersten sTIERMASENSEr Stiere. Der wurde gar vom Marketingverein an unserem (privat) verschönerten Bahnhof aufgestellt. Peinlich, peinlich!

Es bleibt nun die Frage welcher "Ochs" für das Anmalen des Stieres mit nicht witterungsbeständiger Farbe wem die Hörner aufgesetzt ab.

Vielleicht hätte man mal vorab jemand Fragen sollen der sich mit Lack auskennt. Firmen in sTIERMASENs, die dieses Gewerbe (Keck oder Helmitin zum Beispiel) betreiben, gibt es ja reichlich.

29.9.06 20:52


Neubauten

Gleich zwei komplexe Neubauten gibt es derzeit im sTIERMASENSISCHEn Zentrum zu bestaunen.

Als Bauherrn beider Bauwerke zeichnen die beiden größten Kreditinstitute unserer Stadt verantwortlich.

In der Bahnhofstraße treiben die Kreisfilialenvernichter ihren Prunkbau in die Höhe.

Am Wahrzeichen von sTIERMASENs präsentiert demnächst die Bank des Volkes ihr renoviertes Gebäude.

Beide haben eines gemein! Ihr Äußeres trägt nicht unbedingt zur Verschönerung des Stadtbildes bei.

Gegenüber dem wunderschönen Gebäude unseres Amtsgerichts setzt die bullige Spaßkasse einen negativen Kontrapunkt.

Am Schlossbrunnen wurde mit der Neugestaltung das erreicht, womit die Aufbauten bei den sTIERMASENSISCHEn Stadtfesten schon seit langem bestechen, mit Asymmetrie.

Die mit den Rundbauten einstmals sehr symmetrisch konzipierte Anlage links und rechts des Wasserfalls ist passe.

Das Auge muss sich nun an rund und eckig gewöhnen.

Mit der Zustimmung beider Baupläne hat" das sTIERMASENSERISCHe Dreigestirn" ihre Gehaltserhöhung sicherlich nicht verdient!

29.9.06 21:09





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung